Wertehaltung stärken – Verantwortung wahrnehmen
Die Qualität der zwischenmenschlichen Beziehungen entscheidet über unser Wohlbefinden und unsere Entwicklung als Mensch.
Sie gestaltet sich massgeblich darüber, welche Wertehaltungen wir uns selbst und anderen gegenüber vertreten und wie wir miteinander reden und umgehen. Techniken und Strategien sind zweitrangig, wenn es um gelingende Beziehungen und die damit verbundenen Veränderungsprozesse geht.
«Es geht weniger um individuelle Leistung als vielmehr darum, sich im Zusammenspiel mit anderen zu bewegen.»
In der Weiterbildung geht es um die Verbesserung der Beziehungsqualität – mit den Schwerpunktthemen:
- Dynamik und Prozesse in Familien und Gruppen
- Gleichwürdigkeit, Verantwortung, Integrität und Authentizität
- Führungsverantwortung in der Familie, im Team und im Klassenzimmer
- Das professionelle Gespräch
- Dialog mit Eltern, Kindern und Jugendlichen
«In Beziehung zu sein bedeutet nicht Selbstaufgabe oder das Streben nach Harmonie um jeden Preis. Vielmehr geht es darum, Verantwortung für die eigenen Gefühle, Wahrnehmungen und Aussagen zu übernehmen. So entsteht ein Dialog, der von Respekt und gegenseitiger Anerkennung geprägt ist.»
Wenn es um Beziehungsarbeit geht steht die persönliche professionelle Entwicklung im Mittelpunkt.
- Sich selbst empathisch begegnen
- Eigenverantwortlich handeln
- Die eigene Reflexionsfähigkeit vertiefen
- Feedback annehmen können und selbst anbieten
«Berufliche Entwicklung ist ein ununterbrochener, strukturierter Prozess, in dem wir die Denk- und Handlungsmuster untersuchen, erkennen und verarbeiten, die uns daran hindern oder uns hemmen, unser berufliches Engagement, unsere Ziele und das Potential in professionellen Beziehungen zu verwirklichen.»
Erlebnisorientierte Arbeit bedeutet, den Fokus auf das zu richten, was Menschen im gegenwärtigen Moment erleben.
Im Mittelpunkt stehen das unmittelbare Erleben der einzelnen Person sowie die Erfahrungen, die im Zusammenspiel mit anderen entstehen. Entscheidend ist das, was im Hier und Jetzt geschieht: was jede*r fühlt, denkt, wahrnimmt und tut. Neben Erkenntnissen erfordert es auch Übung darin, präsent da zu sein, sich in einer persönlichen Sprache auszudrücken und vor allem den Willen, sich anderen zuzumuten. Alle Beteiligten tragen gleichermassen zum aktuellen Geschehen bei. Die persönliche Präsenz jedes Einzelnen und die Qualität der Beziehung untereinander können Entwicklungs- und Lernprozesse ermöglichen und fördern. Ebenso können fehlende Präsenz, Kontakt oder Dialog diese Prozesse hemmen.
«Wenn ich mich selbst sehen kann, habe ich bessere Voraussetzungen, auch mein herausforderndes Gegenüber wahrzunehmen.»
Ziel der familylab Weiterbildung ist es, das persönliche Wohl und das damit verbundene Selbstwertgefühl bei der Arbeit zu steigern.
Der Begriff Beziehungskompetenz wird geklärt und in seiner Wichtigkeit erkannt. Weiter geht es darum, den eigenen Anteil in Beziehungen zu anderen zu erkennen und zu verstehen. Zudem wird die Motivation für die fachpersönliche Entwicklung geweckt. Die Herausforderungen im beruflichen Alltag (im Team, mit den Eltern und den Kindern) bleiben vielleicht gleich, aber die Fachperson hat ein neues Bewusstsein für existentielle Fragen für sich selbst wie auch für das Gegenüber entwickelt.
Die fachliche Ausrichtung der Weiterbildung stützt sich auf die humanistische Psychologie
- Erlebnisorientierter Ansatz (Jesper Juul)
- Personenzentrierter Ansatz (Carl Rogers)
- Gestalttherapie (Fritz Perls)
- Existentielle Perspektive (Irvin D. Yalom)
- Systemischer Ansatz (Virginia Satir)
Die Weiterbildung ist aufgeteilt in 6 Module à je drei Tage
Die Weiterbildung verbindet Theorie und Praxis. Die direkte Verknüpfung zwischen Wissensvermittlung und persönlichem Erleben prägt unsere Arbeit. Ein Ausgangspunkt für die Arbeit in den Modulen sind von den Teilnehmer:innen eingebrachte Fallbeispiele aus ihrem beruflichen oder privaten Kontext. Ebenso interessiert sind wir an den konkreten Erfahrungen, die während unserer gemeinsamen Arbeit in der Gruppe entstehen.
